Auftrag des In Flanders Fields Museums

Ein Land, in dem der Krieg gewütet hat, trägt noch lange Zeit dessen Spuren, auch wenn der Krieg mittlerweile bereits ein Jahrhundert zurück liegt. Für jeden der mehr als 600.000 Toten, die in unserem Land fielen, für jedes der rund 425.000 Gräber und die Namen auf Denkmälern und für die Hunderten anderen Spuren und Relikte in der Frontregion, für jedes der Millionen Opfer (physisch oder psychisch Verletzte, Flüchtlinge und Deportierte) .... gibt es irgendwo auf der Welt eine Geschichte, die von Kummer, Schmerz und Entbehrungen geprägt ist.

Die Friedensstadt Ypern und das In Flanders Fields Museum bewahren das Band mit dieser Kriegsvergangenheit. Weil es für diejenigen wichtig ist, die heute über Krieg und Frieden sprechen möchten.

Das In Flanders Fields Museum birgt die historische Geschichte des Ersten Weltkriegs in der westflämischen Frontregion Westhoek. Es befindet sich in den wieder aufgebauten Tuchhallen von Ypern, einem wichtigen Symbol für Kriegsleiden und die danach folgende Auferstehung. Die völlig neue permanente Ausstellung (Eröffnung am 11. Juni 2012) erzählt von der Invasion Belgiens und den ersten Monaten des Bewegungskriegs, von den vier Jahren Stellungskrieg im Westhoek - vom Strand von Nieuwpoort bis zur Leie in Armentières, vom Ende des Krieges und vom fortwährenden Gedenken seitdem.

Der Schwerpunkt der Szenografie liegt auf der menschlichen Erfahrung und widmet der heutigen Landschaft als einem der letzten greifbaren Zeugen der Kriegsgeschichte große Aufmerksamkeit. In diesem Rahmen ist im Museumsparcours auch ein Besuch des Belfrieds möglich, von dem aus Sie einen Ausblick über die Stadt und die umliegenden Schlachtfelder haben. Hunderte Originalobjekte und Bilder werden in einer erneuerten erfahrungsorientierten Gestaltung präsentiert. Lebensechte Persönlichkeiten und interaktive Inszenierungen konfrontieren den Besucher mit seinem Mitmenschen in dem vor einem Jahrhundert stattfindenden Krieg.

Das Museum nähert sich dem Thema aus vielen verschiedenen Blickwinkeln. Das Allgemeine und Militärhistorische ist wichtig, aber ebenso die Beziehung mit der Gegenwart, unser Umgang als Mensch und als Gesellschaft mit unserer Vergangenheit und der aller anderen betroffenen Länder. Menschen aus fünf Kontinenten und aus mehr als fünfzig verschiedenen Ländern und Kulturen nahmen am Krieg in Flandern teil. Unser Publikum ist folglich äußerst vielfältig und international.

Das In Flanders Fields Museum ist viel mehr als eine ständige Ausstellung. Es gibt eine pädagogische Abteilung für Schüler aus dem In- und Ausland und auch ein kulturelles und künstlerisches Programm. Im Wissenszentrum des Museums kann sich jeder Besucher noch intensiver mit der dramatischen Periode der Weltgeschichte beschäftigen. Individuell kann man sich dort auf die Suche nach der großen, globalen Hintergrundgeschichte oder nach der sehr persönlichen oder lokalen Geschichte begeben.

Weil sich das Wesen des Krieges im Laufe der Zeit nicht verändert, betrachtet das Museum die Präsentation dieser Kriegsgeschichte als universelle und aktuelle Friedensbotschaft, und somit als wichtigen gesellschaftlichen Auftrag. Das Museum arbeitet eng mit Partnern zusammen, die seine Mission teilen, und es führt seine Tätigkeit im Rahmen des Projekts „Ypern, die Friedensstadt“ aus.

De afbraak van het IFFM 1 en de opbouw van het IFFM 2 (nov 2011-juni 2012)

Dit is een promotiefilmpje voor Ieper en het In Flanders Fields Museum.

Auftrag des In Flanders Fields Museums